Wer ich bin.

Home  /  PerPedes  /  Current Page
×Details

SaschaEin Schöppinger, Berliner, Münsterländer, ein Westfale, deutscher Europäer mit schlesischen und französischen Wurzeln. – Ganz grob umrissen komme ich von der Erde.

Ich war ein nachdenkliches Kind, ein trauriges und wütendes Kind. Ein Scheidungskind mit entsprechendem Trauma, wenn ich das so sagen darf. Aber ich kann guten Gewissens sagen, dass ich das überwunden habe. Heute gehe ich mit einer sehr positiven Einstellung durchs Leben, auch wenn das kein leichter Weg war.

Mein Name ist Sascha Rubert, Jahrgang 1976. Guten Tag.

Ich bin an verschiedenen Orten im nordwestlichen Münsterland aufgewachsen. Meine Heimat ist allerdings in Schöppingen, einer 8000 Seelen Gemeinde etwa mittig zwischen Enschede in den Niederlanden und Münster. Dort habe ich den größten Teil meiner Kindheit und Jugend verbracht.

Meine Wahlheimat ist Berlin, dort habe ich eine meiner schönsten Zeiten erlebt. Vermisst habe ich allerdings das Gefühl der Stille und Abgeschiedenheit in der Natur. Mal eben raus und abschalten – das ist in der großen Stadt nicht so einfach. Wo ich jetzt wohne, ist der Acker hinterm Haus. In Berlin hatte ich das Ring-Center um die Ecke…

Als Kind hatte ich geplant, Astronaut zu werden. Ich weiß nicht mehr genau, warum das nicht gekalppt hat. Die ersten Berufsjahre meines Lebens habe ich immerhin als Fernfahrer im Westen und Süden Europas zugebracht.

Den Wehrdienst habe ich aus ethischen Gründen verweigert und dafür einen Ersatzdienst in der damaligen Gemeinschaftsunterkunft für politisch Asylsuchende in Schöppingen geleistet. Die Erfahrung mit den vielen verschiedenen Schicksalen aus unserer Welt hat mich verändert. Diese Menschen haben mich schwer beeindruckt.

Und da – vor 16 Jahren – entstand die Idee zu einer ausgiebigen Weltreise. Ich wurde neugierig.

Im Jahr 2000 habe ich mein Abitur an einem Abendgymnasium absolviert. Die Betonung liegt auf absolviert, ich hätte ruhig etwas mehr tun können. Das anschließende Studium der Ägyptologie habe ich nach dem fünften Semester endgültig abgebrochen. Ja, auch da hätte ich mich besser anstrengen können.

Ich lebte ein paar Jahre in einem kleinen Mercedes-Bus, ein alter Rettungswagen, den ich für jene Belange der großen Reise ausgestattet hatte. Ich schob den Aufbruch jedoch von Tag zu Tag hinaus und belog mich selbst. Ich wollte nicht einsehen, dass ich keinen Mumm dazu hatte. Ich hatte Angst, allein zu sein. Ich lernte derzeit auch viele liebe Menschen kennen, und das machte es nur zusätzlich schwer. Es tat alles so gut, und ich wollte nicht gehen.

Gewisse Umstände, auf die ich eventuell an anderer Stelle eingehe, haben dazu geführt, dass ich im Jahr 2006 nach Berlin gegangen bin. Dort habe ich mich im Stadtteil Friedrichshain im rekordverdächtigen Tempo von zwei professionellen Fotografinnen ausbilden lassen. Ich habe nie eine Prüfung abgelegt, aber ich habe den Segen dieser beiden Profis. Mir persönlich genügt das. Es hat mir so viel Spaß gemacht! Ich bin dankbar für diese Zeit. Und ich bin froh, mit beiden noch in gutem Kontakt zu stehen.

Probleme in meiner anschließenden beruflichen Selbstständigkeit haben mich widerum die Entscheidung treffen lassen, in meine Heimat nach Schöppingen zurückzukehren. Schlussendlich habe ich mich wieder dort beworben, wo damals die Idee entstanden ist, die Weltreise zu unternehmen. Heute unter anderer Leitung und meinerseits anderen Umständen mache ich meine Arbeit mit den Menschen aus aller Welt nicht weniger gerne. Und sie machen mich mindestens genauso neugierig wie damals.

Nun habe ich erneut die Entscheidung gefällt. Ich gehe um den Globus. Ich möchte unsere Mitmenschen kennen lernen. Ihre Natur – die Umstände, mit denen sie leben.

Und da ich es nicht eilig habe, mache ich das zu Fuß.

+Related
+Meta

Posted: Februar 1, 2013

Author:

Category: PerPedes

Tags: